Dienstag, 10. Juli 2012

Graduation und meine Zukunft

Ende Mai war unsere Graduation-Feier. Ich schreibe erst jetzt, da ich den letzten Monat in China verbracht habe. Am Graduation-Tag hatte ich vormittags zwei Französisch-Prüfungen als meine letzten IB-Prüfungen. Das war ärgerlich, aber ansonsten konnte ich mich nicht über meine Prüfungen beschweren. Sie waren gut verteilt und ich hatte an keinem Tag mehrere Fächer.

Nachdem ich Mittag gegessen und in einige letzte Yearbooks geschrieben hatte, ging auch schon bald die Feier los. In der Bradenstoke-Halle wurden einige Reden gehalten und Musik gemacht. Anschließend gab es ein Buffet (Snacks) auf dem Rasen vor dem Schloss. Einige Eltern, meine auch, kamen zu diesem Teil der Veranstaltung. Es war sehr nett, da das Wetter schön war und ich noch einmal Zeit mit meinen besten Freunden verbringen konnte. Abends fuhr nämlich schon der erste Bus mit 1st-years ab. Alle waren sehr traurig.
Am nächsten Morgen fuhr der zweite Bus mit Firsties ab und nur noch wir 2nd-years waren übrig. Mit unseren Hauseltern hatten wir in Powys ein richtig tolles letztes BBQ mit sehr leckerem Essen und guter Stimmung. Abends war "Leaver's Dinner". Wir trafen uns zum Sekt-Empfang im Schlosshof und machten einige Bilder. Im Anschluss aßen wir zu Abend. Das Essen war etwas besser als sonst und es gab sogar Billigwein, da wir schon als Alumni und nicht mehr als Schüler betrachtet wurden. Heute nahmen wir Abschied von drei Lehrern, die die Schule verlassen. Einige Schüler hielten aus diesem Anlass Reden. Es gab noch einige weitere Reden und der Abend wurde sehr lang. Die meisten waren schon sehr müde. Ich bin mir sicher, das wenige Schüler in den letzten zwei Nächten zusammen mehr als sieben Stunden geschlafen haben. Dementsprechend unwirklich erschien mir der Abschied von der ersten Gruppe 2nd-years, die den Nachtbus nahm.
Auch am folgenden Morgen nahm ich Abschied von Freunden, die mir in den letzten beiden Jahren sehr ans Herz gewachsen sind. Viele weinten. Uns wurde klar, dass unsere Zeit am AC nun endgültig vorbei ist.

Ich werde noch einen Blog-Eintrag über das Projekt in China schreiben, wo ich mit einer Gruppe AC-Schülern im letzten Monat Englisch unterrichtet habe und gereist bin, für alle, die es interessiert. Es war ein tolles Erlebnis, nur so viel vorweg.


Letzter Fakt: So wie es aussieht werde ich die nächsten vier Jahre in Glasgow, Schottland Psychologie und Wirtschaft (joint degree) studieren (wir haben unsere Ergebnisse bekommen und ich hab meine Offer gut geschafft). Die Uni ist vor allem für meine Fächer super gut und ich bin sehr glücklich, dass ich angenommen wurde. Außer mir gehen dort auch einige andere UWC-Schüler hin.

PS: In den letzten zwei Jahren habe ich sehr viel gelernt, über andere, die Welt und über mich. Hätte ich noch einmal die Wahl, würde ich mich wieder für dieses Erlebnis entschieden. Trotzdem würde ich UWC nicht jedem empfehlen. Oft kam ich an meine Grenzen und einige meiner Freunde dort hatten zwischendurch Zeiten, in denen sie stark daran zweifelten, ob dies der richte Ort für sie sei. In diesem Blog habe ich vor allem über die positiven Momente meiner Zeit berichtet, da die aufwühlenden sehr persönlich sind und mich manchmal auch nur indirekt betreffen. Im Nachhinein würde ich UWC vor allem Jugendlichen empfehlen, die selbstbewusst und nicht so schnell aus der Ruhe zu bringen sind. Für eventuelle Fragen bin ich offen.

Freitag, 20. April 2012

Arts Festival, TOMS, Abschlussball, TEDx etc.

Wie letztes Jahr hatten wir wieder eine internationale Show. Es gab unterschiedliche Vorführungen, hauptsächlich Musik und Tanz.
Das Wetter war zwischendurch wieder besser, weswegen ich wieder Tennis spielen begonnen habe.

Das Arts Festival war zwei Tage lang. Ich besuchte verschiede interessante Workshops. Ein echter Stuntman brachte uns gestellte Kapfszenen samt Provokation und Prügelei bei, die, obwohl wir nur 3h Training hatten, erstaunlich echt aussahen. Es hat sehr Spaß gemacht. Am zweiten Tag malte ich mir in einem Workshop Henna-Tatoos. Auf dem Rücken konnte man sie leider kaum sehen und auf der Hand hielten sie nur eine Woche, da wir sie nicht lange genug einwirken liesen.

Weil das Wetter so schön war plante ich am folgenden Wochenende ein großes Picknick mit einer Freundin, dass auch super nett war. Vor allem mit dem Meer im Hintergrund auf der großen Wiese im strahlenden Sonnenschein... :)
Am Sonntag besuchte ich das in der Schule von einer Activity organisierte TOMS-Event. Ich hatte wie viele andere für etwa 24 Pfund oder so TOMS bestellt. Normalerweise kosten sie mehr, aber wir bekamen Mengenrabatt. Für jedes Paar Schuhe, dass man kauft, wird ein Paar an ein Kind in einem Entwicklungsland gespendet. Die Schuhe sind richtig angenehm zu tragen. Die meisten haben sie verziert, Glitzer draufgeklebt oder Muster aufgemalt. Ich entschied mich, weiße Blumen und Wellenlinien auf meine braunen TOMS zu malen.

Abschlussball war dieses Jahr nicht so gut wie letztes Jahr, da es weniger musikalische Beiträge gab und es in der Dininghall anstatt des Glassaals war. Trotzdem war es nett und der letzte Ball für mich in meiner Zeit hier.

Am Sonntag danach hatten wir eine TEDx-Konferenz an der Schule. Eingeladene Sprecher präsentierten Ideen, Vorträge etc. in 20min Präsentationen den ganzen Tag über. Die Themen variierten sehr von humorvollen Protesten über wie Sprache die Persönlichkeit prägt zu erfolgreicher Lebensführung. TED Videos kann man sich auf youtube angucken. Ich find das Konzept sehr interessant, da 20min zu kurz für langweilige Vorträge sind.

Heute ist mein letzter Schultag. Es ist schon irgendwie traurig, vor allem da ich einige Fächer nie wieder haben werde. Vorgestern haben wir End of Codes mit unseren Firsties gefeiert. Was genau wir gemacht haben, werde ich nicht erwähnen, sonst ist es keine Überaschung mehr für mögliche Bewerber, die meinen Blog ansehen ;)

Interessante Fakten:
1) Mein Haus hat "Sports Week" gewonnen und wir haben bald ein House BBQ.
2) Nächstes Jahr werden vielleicht Zeitschalter an allen Haustüren befestigt, die den Feueralarm auslösen, wenn jemand nach Check-In das Haus verlässt. Das ist lächerlich! Ich bin froh, dass ich dieses Jahr in der Schule bin. "Nightriding" oder einfach nur etwas frische Luft schnappen könnten sehr schwer werden.
3) Unser Schul-Basketballteam hat irgendeinen Schulwettkampf gewonnen. Das find ich sehr bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass sie nur ein Jahr in der Kombination etwa ein Mal pro Woche trainiert haben. Entweder sie sind echt gut, oder andere Schulen in Wales sind sehr schlecht in Basketball.

Bilder von einigen Kuchen, die ich mit ein oder zwei Freunden für Geburtstage gebacken habe:



Montag, 2. April 2012

Projektwoche

Anfang Mai war Projektwoche. Es gab alle möglichen Projekte wie zum Beispiel Jordan, Israel, Skifahren, Rom, UK, Mallorca, Yearbook, Musical, Meditation, Kreativität, um nur einige Beispiele zu nennen. Ich ging eine Woche nach Südfrankreich auf einen Austausch. In einer Gastfamilie (Morgane (18) und ihre Mutter) lebte ich eine knappe Stunde Busfahrt von der Schule entfernt.
Tagsüber machten wir meistens Ausflüge mit der ganzen Gruppe. Wir besichtigen nahegelegene Städte, Burgen und ein Museum. Alle Führungen waren auf Französisch und wir hatten etwa zwei am Tag. Das war etwas viel Kultur und gegen Ende hörten die meisten einfach nicht mehr zu. Die Informationen wiederholten sich auch teilweise, zum Beispiel über Kunst- und Baustile im Laufe der Jahre. Einmal waren wir im Rathaus eingeladen und assen lokale Spezialitäten. Am letzten Tag gingen wir in ein Restaurant.
Es war sehr nett, dass die Gruppe Franzosen mit denen ich mich anfreundete, sich sehr viel Mühe gab Sachen für uns (ihre Austauschpartner) zu organisieren. Wir gingen am ersten Wochenende zu einer Faschingsfeier und übernachteten im Anschluss alle bei einem Franzosen im Haus. Abends trafen wir uns auch in der Woche oft mit anderen und am Mittwoch übernachtete die ganze Freundesgruppe samt Austauschpartnern (10 insgesamt) bei uns. Einen Nachmittag Schule schwänzten wir, um shoppen zu gehen.
In kurzer Zeit hab ich viel mehr Französisch verstanden (ich konnte sogar einigermaßen den wenigen Unterrichtsstunden folgen) und konnte auch mehr (wahrscheinlich nicht unbedingt besser) sprechen. Ich lernte vor allem Slang und Schimpfwörter. Als ich einmal auf die Frage eines Lehrers in Umgangssprache antwortete, verstand mich die ganze Klasse, nur nicht der Lehrer.



Als ich zurück kam, beschwerten sich meine Dormies über den Zigarettengeruch, den ich in das Zimmer trug. Jedes meiner Kleidungststücke roch, als rauchte ich Kette. Fast jeder Franzose um mich herum rauchte sehr viel und so roch alles, samt Schuhe und ungetragener Klamotten. Das Lustige war, dass ich den Geruch, den ich dort rumtrug, nicht mal mehr bemerkt hatte.

Samstag, 21. Januar 2012

Activities, Unis und der Ernst des letzten Terms

Nach nur zwei Wochen Schule fühlen wir uns wie immer als wären wir nie weg gewesen. Dieser Term wird sehr anstrengend. Ende Februar haben wir Probeexamen bei denen alle Prüfungen für alle Fächer (in jedem Fachen haben wir etwa 2-3) in einer Woche geschrieben werden. Das eigentliche IB wird länger dauern (etwa 3 Wochen). Sonst passiert hier gerade nicht viel. Ich habe einen Workshop über "Social Entrepreneurship" besucht, den ich interessant fande.

Für den letzten Term wollte ich mir entspannte Activities aussuchen:
1) Selbstverteidigung: Wir lernen nicht nur Verteidigungstechniken sondern auch etwas Angriff. Wir machen viel Workout und Krafttraining wodurch ich feststelle, dass ich weder Sit-Ups noch Liegestützen schaffe. Ich jogge zwar oft, aber das trainiert weder meine Bauch- noch Armmuskulatur.
2) Rascals' Lodge: Diese Activity ist eine Art philosphische Diskussionsgruppe (die Beschreibung sagte igendwelche beliebigen Themen diskutieren). Der 1st-year Leiter meinte, wir könnten alle Gedanken ansprechen, die uns im Kopf rumspuken oder nicht loslassen und dann gemeinsam darüber diskutieren. Wenn wir keine Worte dafür finden, können wir alle gemeinsam versuchen die Idee auszudrücken (Selbsthilfegruppenprinzip?). Gegen Ende der Sitzung gaben wir uns die Hände, schlossen die Augen und summten. Mal sehen ob eine Stunde Activity wöchentlich mit einer Gruppe mir eher unbekannter Firsties Spiritualität und Philosphieliebe in mir wecken kann... :)

Wir haben jetzt einen neuen Direktor. Er scheint nett zu sein und gibt sich auch Mühe, Schüler kennenzulernen. Ich kann mir vorstellen, dass es sehr anspruchsvoll und nicht immer spaßig ist, AC zu leiten. Diesen Donnerstag werden wir zum Beispiel gleich eine Schulversammlung zum Thema Alternativen zu Alkohol an Wochenenden haben.

Trauriger Fakt:
Wenn man Firsties fragt, was sie am Wochenende machen, bekommt man die unterschiedlichsten Antworten. Bei den meisten 2nd-years ist diese Frage inzwischen oft eher rhetorisch. Unser Wochenende plant sich von selbst, wir haben viel Arbeit. Natürlich bleibt auch Zeit für anderes, aber vor allem Bewerber für Großbritannien müssen ihre Offers schaffen. Kurze Erklärung:
Amerika: Wird man nach aufwendiger Bewerbung angenommen, hat man den Platz! Man sollte jedoch durch die Prüfung kommen.
UK: Wird man nach der Berbung angenommen, schreiben die Unis einem, welche Noten und Punktzahl sie erwarten. Schafft man das nicht, bekommt man den Platz nicht.
Ich bewerbe mich für UK-Unis. Aber davon ein andermal.

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Shared Planet, Sustainability, Weihnachtsfeier

An einem Wochenende waren wir auf einer "Shared Planet" Konferenz in Oxford. Außer uns 60 AC-Schülern waren fast nur Universitäten vertreten. Es gab einige Vorlesungen über Klimaverbrechen und wie man an seiner Uni dagegen aktiv werden kann. Außerdem überlegten wir, wie man an Unis Nachhaltigkeit verbessern kann. Es war recht interessant allerdings hatte ich mehr erwartet. Viele der Ideen sind in Unis leichter umzusetzen als in AC oder es gibt schon Schüler, die das am AC versuchen. Die Stimmung haette auch etwas besser sein koennen. Sehr interessant fand ich eine Tour durch Oxford, bei der sie uns gezeigt haben, wie sie zum Beispiel Essen für Arme mit Supermarkt"abfällen" kochen. Ausserdem sahen wir uns selber Oxford an.
Wir 2nd-years hatten zwei Tage "Sustainability Conference", während die Firsties Critical Engagement hatten. Ich besuchte Workshops ueber die Umgebung der Schule im Wandel der Zeit, Seegras, Bienenhaltung (wir haben mehrere Bienenvölker) und Lektüren.

Am Ende des Terms hatten wir in Powys wieder eine Weihnachtsfeier. Zuvor war ich mit einer Freundin in Cardiff gewesen. Dieses Jahr holten uns die Jungs aus den Zimmern ab. Firstie-Jungs hatten 2nd-year Mädchen und 2nd-year Jungs Firstie Mädchen. Es gab wie auch letztes Jahr gutes Essen, wir verteilten Wichtelgeschenke und sangen. Wir schafften es endlich zum ersten mal, ein Bild mit allen aus dem Dorm zu machen. Es war eine schöne Nacht, wobei der ein oder andere etwas zu viel getrunken hatte...
Ich, Hajar, Shreya und Jessica (Dorm 8)
Am nächsten Morgen hatten wir ein Frühstück mit allen A1-Deutschschülern. Es gab Brötchen, Eier und weiteres. Außerdem hat uns das deutsche Komitee ein Paket mit Weihnachtssüßigkeiten geschickt.

Am folgenden Dienstag hatten wir eine AOC-Weihnachtsfeier. Es gab wieder ein Quizz, Snacks und Spiele. Das Programm war sehr ähnlich zu dem letzten Jahres. Das machte es etwas langweilig.

Jetzt habe ich gerade Weihnachtsferien. Leider habe ich auch sehr viele Aufsätze über die Ferien auf, aber trotzdem treffe ich natürlich meine Freunde und Familie.

Interessante Fakten:
1) Da unsere Deutschlehrerin schwanger ist, werden wir von Isminur, der Frau eines Lehrers an der Schule, unterrichtet. Sie spricht fließend Deutsch und gibt guten Unterricht. Allerdings arbeitet sie unter der Woche deswegen haben wir jeden Montag eine Deutschstunde zwischen 18.00 und 19.00 und jeden Sonntag zwischen 10.00 und 12.00.
2) Ich habe im Herbst eine Aloe Vera Pflanze mit ins AC genommen. Dort lebt sie bei uns im Mädchenflur auf dem Fensterbrett, da Hajar Angst hatte, die Pflanze würde nachts zu viel Sauerstoff atmen. Über die Ferien kümmern sich meine Hauseltern um sie.

Donnerstag, 27. Oktober 2011

Stratford, AOC und mehr...

Das Theater von außen
Wir waren mit allen Schülern, die Englisch A1 oder A2 als Fach haben, in Stratford. Vormittags konnten wir uns die Stadt ansehen. Nachdem ich mir mit ein paar Freunden Shakespeare's Geburtshaus von außen angeguckt hatte (wegen der horrenden Preise sind wir nicht rein), setzten wir uns in den ältesten Pub in Stratford. Anschließend sahen wir uns noch Läden im Umkreis an. Gegen Abend gingen wir alle gemeinsam ins Theater in Macbeth. Wir hatten Macbeth zuvor schon sehr ausführlich im Unterricht durchgenommen. Dave, unser Englischlehrer, weiß zu viel darüber, da er eine wichtige Arbeit im Studium über Shakespeare verfasst hat. Die Bühne war interessant, da wir Zuschauer von drei Seiten um sie herum saßen und wie in Balkonen übereinander. Wir kamen erst um 2 Uhr nachts wieder in der Schule an, ansonsten war der Tag aber sehr schön.
Die Bühne
Ich habe gerade zwei Mal die Woche AOC. In den letzten Wochen leitete ich Initiative/Teambuilding Spiele, Orienteering, Ropescourse,... für Kindergruppen. Besonders anspruchsvoll war eine Schatzsuche mit 16 geistig leicht behinderten Kindern zwischen 7 und 9 Uhr abends (es war schon dunkel). Es ging sogar auf den Friedhof. Wir mussten viel improvisieren, zum Beispiel als sie die Jahreszahlen von Grabsteinen zusammen rechnen sollten, es sich aber herausstellte, dass sie nicht wirklich rechnen können.

Wie letztes Jahr gab es in der "Gender Focus Week" (oder so) außer zahlreichen interessanten Workshops einen echt lustigen Dress-Up-Tag an dem sich Jungs als Mädchen verkleideten und einen an dem sich Mädchen als Jungs verkleideten. Dieses Jahr haben es die 1st-year Mädchen etwas übertrieben mit den Klamotten, die sie den Jungs andrehten. Die meisten Jungs zogen sich auch in der großen Pause leicht genervt wieder um. Verständlich...
Ja, das sind Jungs...

Lustige/Interessante Fakten:
1.) Es passieren so viele verrückte Sachen in unserer Schule, dass wir Schüler uns über kaum etwas noch wundern. Neulich in der Schulversammlung tanzte jemand grundlos im orangenen Ganzkörperkostüm auf der Bühne herum bevor er wieder verschwand. Die Andacht ging weiter, als wäre nichts passiert.
2.) In einer schul-interen Umfrage gaben 60% aller Schüler an, nicht religiös zu sein.
3.) Am Ende einer Unterrichtsstunde bedanken sich Schüler oft beim Lehrer.
4.) Morgen (28.10.11) bin ich vielleicht in der Stuttgarter Zeitung.

Samstag, 1. Oktober 2011

Noch ein Camp? Allerdings!

Ich war die letzten Tage im 2nd-year Challenge-Camp. Die betreuenden Lehrer hatten es geschafft, uns allen etwas Angst einzujagen (was dazu gefuehrt hat, dass einige ihre Eltern ueberreded haben, der Schulleitung eine E-mail zu schreiben, dass ihr Kind nicht ins Camp soll). Abgesehen davon, dass es weder Elektrizitaet noch Warmwasser gab, war es allerdings nicht so schlimm. Wir verbrachten drei Tage auf einem Campingplatz an der Grenze zu England.
8.00 Wir standen auf und machten Fruehstueck in unseren Kleingruppen, bestehend aus je 6 zusammengewuerfelten Mitgliedern. Es gab Croissants (sie hielten sich erstaunlich gut 3 Tage). Wir bekamen alles Essen als Gruppe am Anfang der drei Tage in einer grossen Box.
9.00 Wir machten uns in unseren Gruppen auf den Weg zu unserer Vormittags-Aktivitaet. Die Aktivitaeten waren:
- Mountain Biken: Es kam mir vor als waer es mehr Mountain als Biken, aber da es sonnig war, war es sehr nett.
- Kanu fahren: Im Fluss schafften es einige Paerchen zu kentern. Ich lenkte allerdings unser Kanu und umfuhr alles, was mir kritisch erschien.
- Klettern: Es hatte in der Nacht geregnet und die Felsen waren sehr glitschig. Danach sahen wir alle aus als haette man uns einmal quer durch den Matsch gezogen.
- Survival: Wir lernten, wie man einen Schutz im Wald baut und Feuer macht. Mein Feuer wurde so gross, dass ich ganz stolz war (ich hatte mich weniger als Survival-Typ eingeschaetzt).
- Orienteering: Es klang nicht so kompliziert. Als ich und mein Partner nach 20min hoffnungslos im Wald verloren waren und zum dritten Mal an der gleichen Kreuzung vorbei kamen, dachten wir anders darueber. Mit etwas Glueck und dem Kompass, schafften wir es am Ende doch noch etwa 2/3 der Checkpunkte zu finden.
- Caving: Der Weg zur Hoehle war schwerer als das durch die Kriechen durch die Hoehle. Der Hoehlenanzug war etwa so hilfreich beim Abhang hochklettern, wie uebergrosse Baggy-Jeans ohne Guertel.
12.00 Wir kochten Mittagessen ueber dem Gaskocher.
13.30 Wir machten uns auf den Weg zu unserer Nachmittagsaktivitaet.
16.30 Ein halbherziger Versuch unter eiskaltem Wasser seine Haare zu waschen...
17.00 Wir kochten Abendessen und assen, was sonst noch so von Fruehstueck und Mittagessen da war.
20.00 Bei einem gemuetlichen Lagerfeuerabend grillten wir Marshmellows, sangen und redeten.
22.00 Wir haetten nicht erwartet, dass wir so problemlos frueh schlafen gehen koennen.
3.00 Will ich wirklich 5min durch das nasse Gras im Dunkeln zum Klo laufen? Ich werds wohl noch 5h aushalten muessen...

Interessante Fakten:
1) Ich hab einem deutschen UWC Kamera-Team geholfen, Leute fuer das Video zu organisieren. So ist es geworden:
2) Es hatte 20 Grad und strahlenden Sonnenschein in den letzten drei Tagen. Leider arbeitete ich viel und konnte das Wetter nur ein bisschen geniessen.